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WELTSICHTEN AUS DEN ACHTZIGERJAHREN
 
bis Mai 2005
 
Jörg Immendorff
Sigmar Polke
Markus Lüpertz
Georg Baselitz
A.R. Penck

Kunst reagiert stets auf die Zeit, in der sie entsteht. Neben den immer währenden Fragestellungen nach Stil und Ausdruck, Form und Farbe wird sie immer auch von den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Problemen beeinflusst. In diesem Sinne gibt es keine "zeitlose" Kunst. Sehr deutlich wird dies, wenn man sich mit der Kunst und ihren Vertretern in Deutschland in den Achtzigerjahren beschäftigt, da es sich bei diesem Jahrzehnt um das letzte handelt, in dem Deutschland noch geteilt war. Aber nicht nur unter politischen Gesichtspunkten ist dieser Zeitraum besonders interessant, auch die kunstimmanenten Fragen, mit denen sich die Kunstwelt auseinandersetzte, spielen eine wichtige Rolle.

Man hat die Achtzigerjahre als große Stunde der Wiedergeburt der Malerei gefeiert. In gewissem Sinn ist dies eine etwas zu euphorisch und vorschnell formulierte Behauptung, denn die Malerei ist nie gestorben. Selbst wenn man sich nur auf die gegenständliche Malerei beschränkt, kann diese Aussage der Wirklichkeit nicht standhalten. Denn bei aller Hinwendung zur Abstrakten Kunst, zur Concept Art, zu Fluxus und den neuen Medien wie Fotografie und Film, die alle zu sehr wichtigen und anerkannten Kunstrichtungen avanciert sind, konnte dennoch die "traditionelle" Darstellung durch und über die Malerei bestehen bleiben, auch wenn diese manchmal geradezu stiefmütterlich behandelt wurde. (Die figurative Malerei betreffend, hat die Galerie Andreas Baumgartl sich bereits zweimal mit diesem Thema beschäftigt).

Mit der Ausstellung "Weltsichten aus den Achtzigerjahren" zeigt die Galerie nun anhand der Werke von fünf der wichtigsten deutschen Künstler, wie diese mit den Fragestellungen und Problemen einer politisch und gesellschaftlich hochinteressanten Zeit umgegangen sind, wie sie diese Themen künstlerisch umgesetzt, und dabei die Kunst und die Malerei weiterentwickelt haben. Die "Weltsichten" spannen dabei einen weiten Bogen. Ausgehend von der analysierenden Darstellung des geteilten Deutschland von Jörg Immendorff, über die Bilderrätsel Sigmar Polkes und die hintergründige, "dithyrambische" Malerei von Markus Lüpertz sowie die Beschäftigung mit der Malerei "an sich" des Georg Baselitz, führen sie hin zu den Konsequenzen und vorläufigen Ergebnissen der Wiedervereinigung von A.R. Penck.


Mehr Informationen und Bilder

 
GALERIE ANDREAS BAUMGARTL
80331 München
Platzl 4a
  Website
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Aktuelle Ausstellungen

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Marie-Jo Lafontaine, geb. 1950, gilt seit ihrem Auftritt mit der spektakulären Videoinstallation "Les larmes d´acier" bei der documenta 8, 1987 in Kassel zu den besonders beachteten Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart.

Lafontaines Filme umschreiben in dramatischer Weise in Bild und Ton Aspekte menschlicher Existenz. Vor dem Film steht die Suche nach Motiv und Akteur, die nach intensiven photographischen Recherchen bestimmt werden. Aus den zahlreichen Photographien wählt Lafontaine die intensivsten Porträts für ihre Photowerke aus. Als Malerin und Bildhauerin ergänzt sie die massiv gerahmten Photographien mit farbig monochromen Bildtafeln und inszeniert erhabene Bildereignisse.  

In München hatte Marie-Jo Lafontaine nach ihrer ersten deutschen Einzelausstellung 1986 im Sprengel Museum Hannover 1988 ihr Galeriedebüt bei Walter Storms. 

 
WALTER STORMS GALERIE
81675 München
Ismaninger Straße 51
  Website
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